16. November 2020 | Markt & Trends

Illegale Importe statt technologischer Innovationen: Schmuggel mit HFKW

Auf dem Markt für Kältemittel macht sich die F-Gas-Verordnung bemerkbar. Seit dem Start des F-Gase-Phasedown sind synthetische Kältemittel eine heiß begehrte Ware, die vom Gesetzgeber absichtlich verknappt wird. So sollen diese nach und nach komplett vom Markt verschwinden.

Hersteller haben die Produktion von Kältemitteln mit einem hohen GWP-Wert zum Großteil eingestellt. Seitdem floriert der illegale Handel mit klimaschädlichen F-Gasen wie nie zuvor.

Ein Drittel der Kältemittel in der EU könnte illegal sein

Laut des Berichts „Doors Wide Open“ wurden allein 2018 rund 117,5 Mt CO2-Äquivalent an HFKW durch illegale Kältemittel-Importe auf den Markt gebracht. Das sind etwa 16,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent über der verfügbaren und mehr als 16 % über der zulässigen Quote. Die Europäische Kommission selbst dementiert diese massiven Importraten nicht.

Die Annahme der Hersteller synthetischer Kältemittel, dass der Anteil illegal eingeführter Kältemittel 20-30 % des Gesamtmarktes ausmacht, scheint also durchaus begründet. Und: Der anhaltende illegale Import von Kältemitteln hat den Markt bereits stark verzerrt. Entsprechend viele Anwender sind heute abhängig vom Schmuggel.

Unternehmen drohen Strafen und der Umwelt irreparable Schäden, verursacht durch veraltete Technologie und die anhaltende Verwendung von HFKW. Steigen Sie aus diesem Teufelskreis aus und kühlen Sie mit natürlichen Kältemitteln bei maximaler Energieeffizienz.

Kosten für illegal eingeführte Kältemittel explodieren

Reale Kosten illegaler Kältemittel

Die Preise für HFKW sind mit Beginn des Phasedown sprunghaft angestiegen. In Deutschland gab es laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks zeitweise schon Lieferengpässe, auf die die Industrie nicht vorbereitet ist. Eine kurzfristige Entspannung ist nicht zu erwarten. Schmuggler halten sich bekannterweise weder an Marktpreise noch an Vereinbarungen oder Verordnungen. Die Kosten, Qualität und Verfügbarkeit illegaler HFKW sind also vollkommen ungesichert.

Dem Handel mit Treibhausgasen aus unsicherer Quelle droht zudem ein abruptes Ende, sobald die Kontrollen besser funktionieren. So wird ein Teil der synthetischen Kältemittel von einem Tag auf den anderen wegfallen, da illegal eingeführt. Dies wird die Verknappung der F-Gase innerhalb kürzester Zeit extrem zuspitzen und die Preise noch weiter in die Höhe treiben.

Eine Gefahr für die Planungssicherheit und das Klima

Der Schmuggel mit unreinen Kältemitteln und Kältemittel-Gemischen gefährdet die Betriebssicherheit genauso wie das Klima. Illegal gehandelte Kältemittel sind in ihrer Zusammensetzung variierende Gemische, losgelöst von jedem Prüfmechanismus und jeder Qualitätssicherung. Geht es um illegale HFKW, kann kein Anwender genau wissen, was er kauft und einsetzt.

Damit bedroht der Schwarzmarkt nicht nur den Erfolg der F-Gase-Verordnung und der globalen Klimaschutzziele, sondern auch den geschäftlichen Erfolg und die betriebliche Sicherheit von Millionen von Anwendern. In Kombination mit veralteter Kältetechnologie, der es an Energieeffizienz mangelt, verhelfen die illegalen Importe der Kälteindustrie zu einem weiteren, traurigen Titel: der große Treiber des Klimawandels.

Innovation der Kälteindustrie: Wo stehen wir?

Wasser als ideales Kältemittel

Die Dringlichkeit einer besseren Energiebilanz bei steigenden Stromkosten, besserer Betriebs- und Planungssicherheit und einem nachhaltigen Plan für die Zukunft wächst. Kommen jetzt innovative Kältelösungen zum Zuge? Derzeit fehlt dafür häufig noch die Strategie bei den Anwendern. Vorhandene, innovative Kältetechnik wird bislang in nur geringem Umfang eingesetzt.

Bis 2030 ist die Wiederverwendung von recycelten F-Gasen zudem noch legal. Das begünstigt die abwartende Haltung gegenüber neuen Technologien und Kältemitteln. Bei der legalen Wiederverwendung gibt es jedoch neue Herausforderungen, die die meisten Anwender nur zu gut kennen. So sind z. B. kaum Wissen und Kapazitäten zum Recycling von Kältemitteln vorhanden.

Letztendlich ist ein prognostiziertes rasantes Wachstum der installierten Kälteanlagen damit auch nicht abbildbar. Nur innovative Technologielösungen auf Basis legaler, verfügbarer Kältemittel können die Herausforderungen der Anwender langfristig lösen.

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